Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann kann die Kritik an Treffen und Telefonaten zwischen Fleischunternehmer Clemens Tönnies und dem früheren Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nicht nachvollziehen. "Ja, und? Das ist nicht anrüchig", sagte Laumann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er finde, "da sollte man auch mal die Kirche im Dorf lassen".

Tönnies sei größter Produzent von Fleisch in Deutschland. Ein Wirtschaftsminister müsse mit solchen Unternehmen sprechen. "Die Leute erwarten doch von uns Politikern, dass wir uns um die Wirtschaft kümmern. Diese Verteufelung finde ich nicht richtig." Auch das Engagement Gabriels nach seiner Amtszeit als Berater für Tönnies sei nicht verboten gewesen. Er könne aber für sich sagen: "Ich hätte nicht als Berater für diese Branche gearbeitet."