Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, Barbara John, hat Versuche beklagt, in der Coronakrise die Interessen Jüngerer gegen die Interessen älterer Menschen auszuspielen. "Das größte Glück für die größte Gruppe – das ist eine falsche Einstellung, mit der müssen wir aufräumen", sagte John dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Dieser "Utilitarismus", wonach man Menschen einfach zurücklasse, wenn man sie nicht mehr brauche und sie vermeintlich bloß noch Kosten verursachten, sei nicht akzeptabel.

"Das kann so nicht bleiben. Das ist, als würden wir gerade anfangen, Homo sapiens zu sein", so die Verbandsvorsitzende. Sie halte sich an die Corona-Regeln, doch sie fixiere sich nicht auf das Risiko. "Ich mache aus Menschen keine Virus-Gefahr."