Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU-Vorsitzkandidat Norbert Röttgen hat die Kür von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zum SPD-Kanzlerkandidaten mit Skepsis aufgenommen. "Die SPD hatte schon einige Kanzlerkandidaten, die nicht zur Partei und ihrer Richtung passten", sagte Röttgen dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben). "Das macht auch Scholz zu einer taktischen Lösung, die nicht glaubwürdig ist."

Die Entscheidung für Scholz sei allerdings auch "keine Überraschung", so der CDU-Außenpolitiker. Über den neuen CDU-Vorsitzenden soll auf einem Parteitag im Dezember abgestimmt werden. Neben Röttgen kandidieren auch der Vize-Präsident des CDU-nahen Wirtschaftsrats, Friedrich Merz, sowie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Der CDU-Vorsitzende gilt als möglicher Anwärter auf die Unions-Kanzlerkandidatur, für die allerdings in der Union auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder im Gespräch ist.