Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Rückgang der Erwerbstätigkeit in Deutschland hat sich im Juli im Vorjahresvergleich abgeschwächt. Die Zahl der Erwerbstätigen ging um 1,2 Prozent zurück, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Insgesamt kamen demnach 523.000 Erwerbslose hinzu.

Im Mai und Juni hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat jeweils bei -1,3 Prozent gelegen. Im Vorkrisenmonat Februar war die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat noch um 0,4 Prozent gestiegen. Dieser Wachstumstrend endete mit dem Einsetzen der Corona-Pandemie im März. Im Vergleich zum Vormonat Juni legte die Erwerbstätigkeit im siebten Monat des Jahres um 0,1 Prozent zu. Insgesamt wuchs sie saisonbereinigt um 55.000 Personen. Damit ergaben sich erstmals seit Beginn der Coronakrise wieder größere Beschäftigungsgewinne, so die Statistiker. Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass Kurzarbeiter nach den Konzepten der Erwerbstätigenrechnung und der Arbeitskräfteerhebung als Erwerbstätige und nicht als Erwerbslose zählen. Die Erwerbslosenquote blieb im Juli wie im Vormonat bei 4,5 Prozent.