Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) geht davon aus, dass die USA auch nach der Wahl ihren außenpolitischen Kurs nicht grundsätzlich ändern und nicht zu ihrer einstigen Führungsrolle in der Weltpolitik zurückkehren werden. "Die USA bleiben ein Land in Paralyse, auch international", sagte Gabriel dem "Spiegel". "Wer so tief gespalten ist, fällt als Gestalter der Weltordnung vermutlich auf längere Zeit aus."

Gabriel geht davon aus, "dass selbst unter einem Präsidenten Joe Biden weder das Pariser Klimaabkommen noch das Atomabkommen mit Iran wirklich rechtssicher erneuert werden würde, weil er im Senat dafür keine Mehrheit bekommen würde".