München (dts Nachrichtenagentur) – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angekündigt, dass sich Bayern nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligen wird. Es sei "eine Christenpflicht" zu helfen, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Am besten wäre eine große europäische Lösung. Aber es ist gut, dass Deutschland und Frankreich vorangehen."

Andere sollten folgen. Alles andere wäre ein Armutszeugnis für die Menschlichkeit in Europa, sagte Söder. "Der Freistaat Bayern wird sich natürlich daran beteiligen." Auf eine konkrete Zahl legte sich Söder nicht fest. "Wir sollten jetzt keine endlosen Debatten über Zahlen führen, sondern besser rasch die Hilfe organisieren. Eine neue ideologische Grundsatzdebatte über die Migrationspolitik in Deutschland nützt dabei wenig." Auf die Frage, warum er, anders als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Lesbos in diesem Jahr nicht besucht habe, sagte Söder: "Während der gesamten Coronazeit haben wir keine einzige Auslandsreise gemacht."