Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Unionsfraktion hat den Rettungsplan der Bundesregierung für die Lufthansa begrüßt. "Es ist gut, dass Lufthansa gestützt wird, ohne Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen zu nehmen", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Carsten Linnemann (CDU), dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Die beiden Sitze im Aufsichtsrat müssten jetzt mit Experten besetzt werden, die die wirtschaftliche Erholung der Lufthansa anstrebten und keine politische Agenda verfolgten.

"Das Ziel ist ein möglichst schneller Ausstieg des Staates, damit die Lufthansa wieder auf eigenen Beinen steht", sagte der CDU-Wirtschaftsexperte. Die Airline hat in der Nacht Details des geplanten bis zu neun Milliarden Euro schweren Rettungspakets bestätigt. Die Bundesregierung hatte sich zuvor auf ein Konzept verständigt. Es sieht eine direkte Beteiligung des Staates in Höhe von 20 Prozent vor sowie eine Wandelanleihe von fünf Prozent plus einer Aktie vor. Diese soll aber nur in Aktien umgetauscht werden, wenn ein Dritter versuchen sollte, die Lufthansa zu übernehmen. Der Union war wichtig, dass der Staat keinen großen Einfluss auf unternehmerische bei der Lufthansa erhält. Die SPD wollte hingegen eine direkte Beteiligung von 25 Prozent. Das nun gefundene Konstrukt ist ein Kompromiss.