Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Die UNO-Flüchtlingshilfe hat vor den Folgen zunehmender Ernährungsunsicherheit gewarnt. "Ein Teufelskreis von Gewalt, Hunger und Flucht entsteht, wenn Nahrung knapp wird. Der weltweite Kampf gegen Hunger muss trotz und gerade wegen Corona intensiviert werden", sagte der Geschäftsführer des Vereins, Peter Ruhenstroth-Bauer, am Donnerstag.

Die UNO-Flüchtlingshilfe warnte vor den Folgen zunehmender Nahrungsmittelknappheit durch die Corona-Pandemie. Nach Angaben des Vereins werden 85 Prozent der Flüchtlinge weltweit von Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen, schwächeren Gesundheitswesen, Wasserversorgungssystem und unzureichenden Sanitäranlagen aufgenommen. Dadurch steige die Ernährungsunsicherheit. Maßnahmen gegen die Pandemie hätten zudem negative Auswirkungen auf die Wirtschaft, viele Menschen verlieren ihre Einkommen und die Mangelernährung steigt, so der Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR).