Vorsicht Phishing – neue Betrugsmasche bei den Sparkassen

Veröffentlicht: 14. Januar 2019 | 15:26 Uhr
Vorsicht Phishing – neue Betrugsmasche bei den Sparkassen

Die Betrüger schlafen nicht, sie lassen sich vielmehr immer wieder etwas Neues einfallen und suchen ständig neue Opfer. Die neuste Masche macht den Kunden der Sparkassen zu schaffen und in diesem Fall wirkt der Betrug sogar noch seriös. Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen warnt die Kunden der Sparkassen eindringlich vor sogenannten Phishing-Mails. Wer eine solche Mail bekommt, muss aufpassen, denn die Betrüger wirken hier sehr authentisch. Wer Zweifel hat, sollte sich sofort an seine Sparkasse wenden.

Was genau ist Phishing eigentlich?

Phishing ist eine bei Kriminellen bewährte Methode, um über gefälschte Webseiten oder Mails an persönliche Daten zu kommen. Diese Daten verwenden die Gauner anschließend, um sie als ihre eigene Identität auszugeben. In der Regel fordern die Betrüger die Empfänger der Mails auf, einem bestimmten Link zu folgen oder eine Datei zu öffnen. Anschließend folgt die Aufforderung, die persönlichen Daten einzugeben. Wer auf den Link klickt oder die Datei öffnet und herunterlädt, der hat verloren, denn in diesem Fall haben die Kriminellen ihr Ziel erreicht. Was die Masche der Betrüger im Fall der Sparkassenkunden so perfide macht, ist die Tatsache, dass die Mails so seriös wirken, dass viele Kunden sie ernst nehmen. Daher warnt die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen davor, diese so serös wirkenden Mails als echte Mail der Sparkasse anzusehen.

Eine perfekte Aufmachung

Schon die Aufmachung der Mail lässt kaum einen Zweifel daran, dass sie tatsächlich von der Sparkasse kommt. Es gibt eine persönliche Ansprache und auch die Rechtschreibung ist hier korrekt, anders als in ähnlichen Phishing-Mails. In der Betreffzeile ist „Kundeninformation“ zu lesen und im Text weisen die Betrüger den Sparkassenkunden darauf hin, dass sein Konto aus technischen Gründen vorübergehend gesperrt ist. Der Kunde hat aber die Möglichkeit, die Sperrung des Kontos durch einen „Datenabgleich“ wieder zu entsperren. Sollten sich die Kunden jedoch nicht innerhalb von zwei Wochen melden, gibt es eine „permanente Sperre“. Die Betrüger fordern die Kunden anschließend auf, einen Button zu klicken, damit sie fortfahren können. Wer eine solche Mail bekommt, sollte sofort seine Sparkasse informieren und auf keinen Fall tun, was die Betrüger verlangen.

Ein weiterer Trick

Bei einem anderen Trick steht im Betreff ebenfalls das Wort „Kundeninformation“. Der Absender weist bei diesem Trick jedoch darauf hin, dass der Kunde unter der angegebenen Nummer niemanden erreichen kann. Das macht die Mail auf den ersten Blick glaubwürdiger. Der Kunde wird ebenfalls darüber informiert, dass eine Aktualisierung seiner Kontodaten notwendig ist. Er soll den Button „Daten aktualisieren“ drücken, um weitergeleitet zu werden. Wird der Button gedrückt, dann hat der Betrüger wie geplant alle Daten, die er möchte. Die Verbraucherzentrale warnt eindringlich davor, den Button anzuklicken, einen Link zu öffnen oder Dateien herunterzuladen. Die Dateien und die Links, die als Anhänge zu einer betrügerischen Mail gehören, sind mit Viren verseucht oder ein sogenanntes trojanisches Pferd. Grundsätzlich gilt, dass Mails, die zwar korrekt und höflich formuliert sind, jedoch eine Drohung enthalten, sofort im Papierkorb landen sollten. Auf keinen Fall sollten die Empfänger der Mails eine PIN-Nummer oder TAN eingeben, denn ansonsten haben die Betrüger die Kontodaten. Mit diesen Daten sind sie in der Lage, das Konto leer zu räumen und die Sparkassenkunden sehen ihr Geld nie wieder. Bild: @ depositphotos.com / weerapat