Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) der erwerbstätigen Ausländer aus Drittstaaten haben 2019 in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis gearbeitet. Demgegenüber waren 17,9 Prozent der Kernerwerbstätigen mit deutscher Staatsangehörigkeit atypisch beschäftigt, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Die Zahl ging hier seit 2011 um 1,1 Millionen Erwerbstätige zurück.

Bei Personen ohne eine EU-Staatsangehörigkeit konnte hingegen kein Rückgang festgestellt werden: Unter ihnen stieg die Zahl atypisch Beschäftigter im selben Zeitraum sogar um 240.000. Trotz ihres vergleichsweise hohen Anteils von atypischen Beschäftigungsverhältnissen konnten auch in Deutschland ansässige Erwerbstätige ohne EU-Staatsangehörigkeit an der allgemeinen positiven Entwicklung des Arbeitsmarktes teilhaben. 2019 waren von ihnen gegenüber 2011 zusätzlich 800.000 kernerwerbstätig und immerhin 510.000 davon in einem Normalarbeitsverhältnis. Damit lag der Anteil normalbeschäftigter Nicht-EU-Ausländer 2019 bei 56,6 Prozent. Er ist immer noch deutlich niedriger als der entsprechende Anteil unter deutschen Kernerwerbstätigen (72,8 Prozent). Bürger aus anderen EU-Mitgliedsstaaten haben eigentlich den gleichen Zugang zum Arbeitsmarkt wie deutsche Staatsbürger, allerdings ist auch bei ihnen die Zahl der atypisch Beschäftigten größer als bei Deutschen, so die Statistiker weiter. 26,8 Prozent der EU-Bürger in Deutschland sind atypisch beschäftigt. Diese sind vor allem häufiger in befristeter Beschäftigung (11,5 Prozent) und in Zeitarbeit (5,9 Prozent).