Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im ersten Halbjahr 2020 sind in Deutschland 9,4 Prozent weniger Betriebe gegründet worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das waren rund 58.000 neue Gründungen, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen am Montag mit. Gründe hierfür sind zum einen Maßnahmen, die aufgrund der Corona-Pandemie getroffen wurden, wie zum Beispiel die Einstellung des Besucherverkehrs und Personalengpässe in den Gewerbeämtern, zum anderen trägt auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit zu weniger Betriebsgründungen bei, so die Statistiker.

Die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen lag im ersten Halbjahr 2020 mit rund 68.100 deutlich unter dem Vorjahreswert (-21,1 Prozent) – die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe nahm um 1,2 Prozent auf knapp 140.100 zu. Rund 44.000 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im ersten Halbjahr 2020 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 14,1 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen sank um 22,3 Prozent auf fast 78.700 und die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe um 14,0 Prozent auf rund 80.600. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen insgesamt bei den Gewerbeämtern lag im ersten Halbjahr 2020 mit rund 259.100 um 16,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.