Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Volker Wissing ist zum neuen Generalsekretär der FDP gewählt. Auf dem Parteitag in Berlin erhielt er am Samstag 82,8 Prozent Zustimmung. Seine Vorgängerin Linda Teuteberg war erst vor knapp eineinhalb Jahren auf 92,8 Prozent gekommen.

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister löst Teuteberg auf Wunsch von FDP-Chef Christian Lindner vorzeitig ab. In seiner Vorstellungsrede profilierte er sich als Wirtschaftspolitiker. Eine Wirtschaftskrise sei "wirklich der dämlichste Zeitpunkt, um den Staat weiter aufzublähen", so Wissing. Die FDP kämpft in Umfragen derzeit mit der 5-Prozent-Hürde und muss im nächsten Jahr um ihren Platz im Bundestag zittern. Linder hatte auf dem Berliner Parteitag am Mittag bekräftigt, sogar Regierungsverantwortung übernehmen zu wollen. "Wir müssen wieder so stark werden, dass wir mitentscheiden können über die Richtung, die dieses Land nimmt, wir sind eine eigenständige Partei und haben einen politischen Gestaltungsanspruch", sagte Lindner. Bei der Verabschiedung von Teuteberg sorgte Lindner mit einem missglückten Altherrenwitz für Aufsehen in den Sozialen Netzwerken. Er und Teuteberg hätten ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen – mit einem Telefonat, "nicht was ihr jetzt denkt".