Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist im Juni 2020 im Vorjahresvergleich um 22,4 Prozent gestiegen. Insgesamt wurde der Bau von 34.300 Wohnungen genehmigt, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Der ungewöhnlich starke Anstieg ist demnach insbesondere auf Großprojekte im Neubaubereich sowie auf verzögerte Meldungen und Nachlieferungen aus einigen Bauämtern zurückzuführen.

Dabei handelt es sich unter anderem um Aufholeffekte, da Genehmigungen aufgrund zwischenzeitlicher Arbeitsbeschränkungen in der Corona-Pandemie erst später erteilt werden konnten. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im sechsten Monat des Jahres rund 30.100 Wohnungen genehmigt. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg bei allen Gebäudearten stark an. Bei den Zweifamilienhäusern stieg die Anzahl der genehmigten Wohnungen um 27,3 Prozent (500 Wohnungen) und bei den Mehrfamilienhäusern um 25,1 Prozent (3.700 Wohnungen). Aber auch bei Einfamilienhäusern war mit 16,9 Prozent (1.200 Wohnungen) ein starker Anstieg der genehmigten Wohnungen zu verzeichnen. In den Monaten Januar bis Juni 2020 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden um 7,0 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum an, so die Statistiker weiter. Bei den Baugenehmigungen für Nichtwohngebäude, wie zum Beispiel Lagerhallen, stieg der umbaute Raum im Juni 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,1 Prozent.